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Internate in Bayern

Was sind Internate?
Internate genießen in dem Volksmund einen schlechten Ruf. Zu viel wurde in den vergangenen Jahren immer wieder über negative Auswüchse in diesen Häusern bekannt. Dabei gehören Internate schon seit Jahrhunderten zur deutschen Bildungslandschaft. In der Regel werden diese Häuser von Eltern und Schülern sehr geschätzt.

Internate sind Einrichtungen, in welchen Schüler ganztäglich wohnen und betreut werden. In der Regel sind sie einer Schule angegliedert, aber nicht die Schule selbst (auch wenn diese Unterscheidung im Volksmund verwischt ist). Der Begriff entstammt dem lateinischen Wort internus. Dies bedeutet „im Inneren befindlich“. In der Vergangenheit war die Bezeichnung Alumnen für die Bewohner eines Internats gebräuchlich. Dies ist mittlerweile nicht mehr der Fall.

Der Zweck von Internaten
In der Regel vertrauen Eltern ihre Kinder aus fünf Gründen einem Internat an: Wenn eine Familie zu abgelegen wohnt, kann das Internat die einzige Möglichkeit auf eine höhere Schulbildung sein. Manche Eltern leiden unter zu großem Termindruck und geben deshalb die Erziehung ihrer Kinder aus Zeitmangel an ein Internat. Verschiedene Schulen sind hoch spezialisiert und bieten ihre Ausbildung in Internatsform an. Andere Schulen bieten ein besonderes pädagogisches Konzept an, dass von den Erziehungsberechtigen unterstützt wird. Außerdem müssen sich Internate auch immer wieder schwer erziehbaren Kindern annehmen.

Die Internatslandschaft in Bayern
In Bayern gibt es insgesamt 25 Internate. Aufgrund der Struktur der deutschen Bildungslandschaft in Form des Förderalismus liegt die Organisation für die Internate allein in der Hand der Landesregierung und der jeweiligen Direktion der Einrichtung.

Die Häuser unterscheiden sich nach Schulform und Service-Angebot. Die gymnasiale Schulform ist dabei am häufigsten vertreten, aber Bayern hält auch Internate für Volksschüler, Haupt- und Realschüler, Förderschüler, Berufsschüler, Grundschüler und Gesamtschüler bereit. Mehrere Häuser haben sich als „musische Gymnasien“ spezialisiert.

Service-Leistungen von Internaten
Internate kosten Schulgeld (diese Summe unterscheidet sich je nach Schulform und privater oder staatlicher Trägerschaft beträchtlich). Dafür garantieren die Einrichtungen Leistungen wie regelmäßige Mahlzeiten, Hausaufgabenbetreuungen, Förderprogramme und Praxis-Lernerfahrungen. Internate sind in der Regel besser finanziert als herkömmliche Schulen und verfügen daher über Werkstätten und gut ausgestattete Labors für den naturwissenschaftlichen Unterricht.

Fast noch wichtiger als die herkömmlichen Internatsleistungen sind die Effekte, die sich für die Schüler nach ihrer Zeit in diesen Einrichtungen ergeben. Die Internate in Bayern verfügen über einen hervorragenden Ruf. Zwischen den Schülern entstehen Freundschaften, die ein Leben lang halten. Erste Netzwerke entstehen. Internate stehen deshalb in dem Ruf, besser als jede andere Einrichtung, Schüler auf das kommende Berufsleben vorzubereiten.

 

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